Kaum zu glauben, aber dieses Wochenende dauerte für uns wieder von Donnerstag bis Sonntag an... daran könnte man sich echt gwöhnen. Man merkt es auch schon, denn wenn wir einmal in der ersten Stunde Vorlesung haben, also um 20 nach 9 - dann denken wir uns schon"morgen müssen wir früh aufstehen"
Wie gesagt wartete ein 4 tägiges Wochenende voller japanischer Erfahrungen vor uns.
Den ersten Tag davon haben wir spontan alle unterschiedlich verbracht - Steffi S. ist kurzfristig nach Namba zum Shoppen, Sabsi wurde spontan zu einen Trip zum Mt Koya eingeladen und übrig geblieben sind Steffi O und Marie, die wohl oder übel mit ihrer Bachelorarbeit anfangen mussten... Dafür waren die zwei die einzigen, die nicht zu müde zum Bowlen waren und machten noch eine Radtour zum nahegelegenen Bowlingcenter...
Am Samstag wurden wir von einer Gruppe Studenten, die sich um die internationalen Studenten "kümmern" zu einer Grillerei in einen Park eingeladen... Gegrillt wurde in einen riesengroßen wunderschönen Park ca 40 min mit dem Zug entfernt. Dort gab es eigens angelegte Grillgelegenheiten. Das Grillen in Japan ist natürlich auch ganz anders als bei uns - schon alleine das Fleisch: Es wird meist in ganz dünne Scheiben (wie bei Carpaccio) geschnitten - und war ehrlich gesagt nicht so unser Geschmack. Interessant war aber - das in viertel geschnittener Krautkopf"scheiben" und Kürbis gegrillt wurde und es schmeckte gar nicht einmal so schlecht.
Zwischendurch gab es Wasserschlachten mit Spritzpistolen weil wir Studenten ja auch mal kindisch sein dürfen. Frisbies, Badmington und Fußbälle flogen auch hin und her... Nicht weit vom Grillplatz war ein riesiger Kinderspielplatz mit einer übergroßen und vorallem breiten Rutsche. Die wurde natürlich gleich von uns allen eingenommen (siehe Foto)
Es war ein wunderschöner Tag, schönes Wetter, gute Laune, gutes Essen und frische Luft den ganzen Tag - was will man mehr?

Danach ruhten wir uns dann noch ein paar Stunden in unserem Youth Hostel aus, da wir eigentlich anständig mit den Japanern feiern wollten. Nachdem wir jedoch in Shibuya angekommen waren sahen wir zwar gewaltig viele junge Leute, nur die Clubs und Bars waren unauffindbar. Einige Versuche scheiterten an gruftartigen Lokalitäten wo die Leute in Verliesen und hinter Gittern ihr Abendessen zu sich nahmen oder an Table Charges... schlussendlich tranken wir dann Sangria in einer spanischen Tapas-Bar mit einer japanischen Kellnerin die uns für die Trapp-Familie hielt :) Tja, auf Kitsch stehn sie nun mal die Japaner *g* Die Heimreise stellte sich dann wiederum recht kompliziert heraus, da wir eine falsche Auskunft erhalten hatten und wir zwar in den letzten Zug einstiegen, dieser aber leider nur bis Ikebukuro fuhr... das hieß für uns: 30 min Taxifahrt und um viele Yen ärmer! Am Sonntag sahen wir uns noch kurz das Geschäftsviertel Shinjuku an und fuhren dann gleich weiter nach Harajuku. Dort hat es uns eigentlich am besten gefallen. Der Yoyogi-Park ist wirklich traumhaft schön mit seeeeeeehr viel Grün und den Meiji-Schrein sollte man bei einem Tokyo-Trip auf jeden Fall besuchen!