Samstag, 17. Oktober 2009

Barbeque und Bowling







Kaum zu glauben, aber dieses Wochenende dauerte für uns wieder von Donnerstag bis Sonntag an... daran könnte man sich echt gwöhnen. Man merkt es auch schon, denn wenn wir einmal in der ersten Stunde Vorlesung haben, also um 20 nach 9 - dann denken wir uns schon"morgen müssen wir früh aufstehen"

Wie gesagt wartete ein 4 tägiges Wochenende voller japanischer Erfahrungen vor uns.
Den ersten Tag davon haben wir spontan alle unterschiedlich verbracht - Steffi S. ist kurzfristig nach Namba zum Shoppen, Sabsi wurde spontan zu einen Trip zum Mt Koya eingeladen und übrig geblieben sind Steffi O und Marie, die wohl oder übel mit ihrer Bachelorarbeit anfangen mussten... Dafür waren die zwei die einzigen, die nicht zu müde zum Bowlen waren und machten noch eine Radtour zum nahegelegenen Bowlingcenter...



Am Samstag wurden wir von einer Gruppe Studenten, die sich um die internationalen Studenten "kümmern" zu einer Grillerei in einen Park eingeladen... Gegrillt wurde in einen riesengroßen wunderschönen Park ca 40 min mit dem Zug entfernt. Dort gab es eigens angelegte Grillgelegenheiten. Das Grillen in Japan ist natürlich auch ganz anders als bei uns - schon alleine das Fleisch: Es wird meist in ganz dünne Scheiben (wie bei Carpaccio) geschnitten - und war ehrlich gesagt nicht so unser Geschmack. Interessant war aber - das in viertel geschnittener Krautkopf"scheiben" und Kürbis gegrillt wurde und es schmeckte gar nicht einmal so schlecht.



Zwischendurch gab es Wasserschlachten mit Spritzpistolen weil wir Studenten ja auch mal kindisch sein dürfen. Frisbies, Badmington und Fußbälle flogen auch hin und her... Nicht weit vom Grillplatz war ein riesiger Kinderspielplatz mit einer übergroßen und vorallem breiten Rutsche. Die wurde natürlich gleich von uns allen eingenommen (siehe Foto)

Es war ein wunderschöner Tag, schönes Wetter, gute Laune, gutes Essen und frische Luft den ganzen Tag - was will man mehr?

Dienstag, 13. Oktober 2009

Nach diesem ausgiebigen Spaziergang und mit knurrendem Magen gingen wir ins nächst beste japanische Restaurant! Wir hatten Glück - ein sehr nettes - mit englischer Karte ausgestattetes Lokal - Okonomiyaki zum selber machen :-)

Auf nach Nara


Natürlich haben wir unser freies Wochenende sofort genutzt und haben uns auf den Weg nach Nara gemacht. Nara liegt ca. 1 1/2 stunden mit dem Zug entfert - also praktisch ein Katzensprung! Gleich wenn man den Bahnhof verlässt findet man überall Tafeln angebracht die den Weg zu den Sehenswürdigkeiten kennzeichnen- also nicht zu verfehlen!

Die nächsten 3 stunden spazierten wir durch den Park "Nara-koen", wir empfanden es ein bisschen wie Österreich mit italienischem Flair... was eine schöne Abwechslung zum Stadtleben ist!

Was diesen Park - oder besser gesagt - ganz Nara so bekannt macht sind die Rehe und Hirsche die dort leben, einfach so frei herumlaufen und auch keine Fotos scheuen.



Unterwegs durch den Park sieht man jede 1 - 2 km einen Tempel, wobei die Hauptattraktion die riesige bronzerne Buddha- Figur ist. Da es hier nur noch so von japanischen Schulklassen wimmelt, kann man die Kinder nur noch durch ihre unterschiedlich färbigen Kapperl zuordnen.






Unser erster Typhoon "Melor"


Da wir Mädels ja nicht blöd sind, haben wir unsere Kurse so eingeteilt, dass wir Freitags frei haben - das heißt wir haben immer ein längeres Wochenende - das heißt mehr Zeit für Trips...
Das letzte Wochenende wurde dank des Typhoon Melor um einen zusätzlichen Tag verlängert, denn die Uni war am Donnerstag geschlossen. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gings so richtig los. Es regnete schon den ganzen sehr stark und mit der Zeit wurde es immer windiger. Wir ließen uns da eigentlich nicht wirklich abhalten und gingen noch gemütlich Sushi essen (das war eine gute Idee - wir waren "fetznass" als wir im Restaurant angekommen sind). Im Studentenheim angekommen, wehte der Wind schon stärker durch die Gänge. Später hörte man ab und zu offene Türen oder Fenster zukrachen, oder andere Dinge herunter fallen... das war aber dann auch schon alles. Es war also fast wie ein starker Sturm bei uns zu Hause vergleichbar. Auf der Straße möchte ich zwar nicht gewesen sein, aber so schlimm wie es in den Nachrichten berichtet wurde, war es für uns nicht...
Am nächsten Tag fiel eben die Uni aus - wir freuten uns - aber es war auch verwunderlich, denn es ging kein Lüftchen mehr. Es schien die Sonne und die Luft war angenehm frisch.
Wieder sind wir um eine japanische Erfahrung reicher...

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Der erste Besucher :)

Ich (Sabsi) hatte bereits das Vergnügen einen Besucher hier in Japan begrüßen zu dürfen. Der liebe Dani, der zurzeit in Australien studiert, hat sich während seiner freien Woche gleich mal auf den Weg hierher gemacht und ich hab mich natürlich riiiiieeesig darüber gefreut.

Wir hatten uns ja wirklich schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen. Es war eine sehr nette, lustige und abwechslungsreiche Woche mit vollem Programm. An seinem ersten Tag hier in Japan wurde mein Unterricht auch noch ganz überraschend abgesagt und so machten wir uns gemeinsam mit den anderen 3 Mädls und Falco (Austauschstudent aus Holland) auf den Weg nach Osaka. Zunächst gings nach Umeda zum Umeda Sky Tower, von wo aus man (vor allem bei Nacht) einen traumhaften Blick über die ganze Stadt mit ihren vielen Lichtern genießen kann.




Anschließend haben wir dann noch Namba's Seitengassen erkundet um dem Massenansturm zu entfliehn. Am Donnerstag musste er dann aber leider alleine nach Kyoto fahren, da ich zur Uni musste.


Da ich den Kurs am Freitag doch nicht belegen werde setzten wir uns gleich in der Früh in den guten alten Schinken (Shinkansen - japanischer Hochgeschwindigkeitszug) nach Tokyo. Unser Youth Hostel lag in Asakusa und war wirklich erste Sahne - nur mit den Computern war es nicht ganz so einfach *g* Da wir erst zur Mittagszeit in Tokyo ankamen erkundeten wir auch zuerst die etwas näherliegende Umgebung. Der erste Spot lag nur ein paar Meter von unserer Unterkunft entfernt - der Senso-ji-Tempel (heiligster Tempel Tokyo's) mit dem eindrucksvollen Donnertor (750 kg schwere Papierlaterne).

Anschließend gings dann weiter nach Ueno für einen Spaziergang durch den Ueno Park, einen kurzen Museumsbesuch im Tokyo Metropolitan Art Museum und einem kurzen Schlenderer durch die Ameyoko Marktstraße. Um einen ersten Eindruck von Tokyo bei Nacht zu erhaschen fuhren wir außerdem noch auf den Tokyo Tower - sehr empfehlenswert!!


Wer nach ganz oben will muss jedoch noch einiges draufbezahlen - da begnügt man sich dann doch recht gern mit der Aussichtsplattform auf 150 m. Hungrig mussten wir dann durch die Straßen von Asakusa irren, auf der Suche nach etwas Essbarem. Man will es glauben oder nicht... aber in Tokyo hat bei weitem nicht alles so lange offen wie man vermuten würde. Schlussendlich landeten wir dann in einem typischen japanischen Lokal wo man sich sein Okonomiyaki selbst zubereiten konnte - sehr gesellig... japanisches Raclette :) Am Samstag stand dann der Stadtkern am Programm: Kaiserpalast,


Sony Building, Window-Shopping in Ginza - mehr kann man sich dort nicht leisten!
Danach ruhten wir uns dann noch ein paar Stunden in unserem Youth Hostel aus, da wir eigentlich anständig mit den Japanern feiern wollten. Nachdem wir jedoch in Shibuya angekommen waren sahen wir zwar gewaltig viele junge Leute, nur die Clubs und Bars waren unauffindbar. Einige Versuche scheiterten an gruftartigen Lokalitäten wo die Leute in Verliesen und hinter Gittern ihr Abendessen zu sich nahmen oder an Table Charges... schlussendlich tranken wir dann Sangria in einer spanischen Tapas-Bar mit einer japanischen Kellnerin die uns für die Trapp-Familie hielt :) Tja, auf Kitsch stehn sie nun mal die Japaner *g* Die Heimreise stellte sich dann wiederum recht kompliziert heraus, da wir eine falsche Auskunft erhalten hatten und wir zwar in den letzten Zug einstiegen, dieser aber leider nur bis Ikebukuro fuhr... das hieß für uns: 30 min Taxifahrt und um viele Yen ärmer! Am Sonntag sahen wir uns noch kurz das Geschäftsviertel Shinjuku an und fuhren dann gleich weiter nach Harajuku. Dort hat es uns eigentlich am besten gefallen. Der Yoyogi-Park ist wirklich traumhaft schön mit seeeeeeehr viel Grün und den Meiji-Schrein sollte man bei einem Tokyo-Trip auf jeden Fall besuchen!

Wir hatten zusätzlich noch das Glück die Vorbereitungen zu einer japanischen Hochzeit mitzubekommen einschließlich Foto vom Brautpaar :)

Dieses Viertel bietet außerdem einiges an Shoppingmöglichkeit - mal abgesehen von den Größen *g* - und normalerweise sollte man dort auch die sogenannte Cosplay Culture mitbekommen. Tja, 2 Lolitas haben wir aufgespürt - die waren allerdings aus Finnland =( Glaub die haben mir Sonja und Julia vorbeigeschickt, dass ich zumindest irgendwelche zu Gesicht bekomme ;)


Das war somit der letzte Nachmittag in Tokyo und wir machten uns wieder auf den Weg zum Shinkansen der uns wohlbehalten wieder nach Osaka zurückbrachte. Leider haben wir auf der Fahrt den Fuji-san nicht zu Gesicht bekommen. Ich hoffe, ich kann das während meines Aufenthaltes noch nachholen!


Seinen letzten Tag hier in Japan verbrachte Dani dann noch mal in Osaka mit einem Rundgang durch das Osaka-Castle und einem Stadtspaziergang von Shinsaibashi nach Namba. Zum Ende hin wurde es dann doch recht knapp, aber er hat seinen Flug zurück nach Australien noch bekommen!


Lieber Dani, es hat mich wahnsinnig gefreut, dass du mich besucht hast und es war echt eine tolle Woche mit dir! Genieß jetzt noch deine verbleibende Zeit down under und ich freue mich auf das nächste Wiedersehn - wahrscheinlich auf der Piste ;)

Sonntag, 4. Oktober 2009

Welcome Party


Am Freitag war es soweit - wir Austauschstudenten wurden offiziell von unserer Uni begrüßt. Begonnen wurde dabei mit einer kurzen Messe in der eigenen Uni-Kirche. Es wurde gemeinsam gesungen und jeder Austauschstudent namentlich aufgerufen und mit Applaus begrüßt. Danach ging es ins International Center, wo schon ein riesen Buffet auf uns gewartet hat... Da hieß es dann für die über 100 Leute "Auf die Teller, fertig, los" Innerhalb einer halben Stunde war von dem Buffet fast nichts mehr zu sehen. Und auch wir Mädels mussten später unsere Hosen lockern, weil wir voll "reingehauen" haben.

Als besondere Überraschung hat das International Center eine typisch japanische Drachenvorführung (wie auch immer das genannt wird) für uns organisiert. Dabei sind zwei Personen hintereinander unter einem Drachenkostym. Der Vordere bildete die Vorderbeine und den Kopf, der Hintere den Rücken und die Hinterbeine. Sie machten bestimmte Figuren und Bewegungen und wenn man nicht daran dachte, dass Personen unter dem Kostum sind, sah es wirklich aus wie ein süßer Drache, der da daher spaziert...

Um halb 9 sind wir dann höflich gebeten worden zu gehen - "weil es schon spät ist" sagte man uns. Das wir Mädels das natürlich nicht konnten ist ja klar! Also ging es mit ca. 20 Japanern und 20 Austauschstudenten ins nächstgelegene Lokal. Für ein bisschen "Eintritt" hieß es nämlich dort "All you can drink and eat for free"... Das Lokal war total süß und typisch japanisch eingerichtet und dekoriert. Es war also wieder ein eindrucksreicher, lustiger und langer Abend, der uns gerne in Erinnerung bleibt... Und den Rest sollen die Bilder erklären...

































































Donnerstag, 1. Oktober 2009

Uni und Alltag beginnt !?

So jetzt wirds wieder einmal Zeit fürs "Up to date". Am Montag hat die Uni begonnen, gleich am ersten Tag gings los mit Japanisch Level 0. Glaub kann von allen sagen, dass es uns super gefällt.


Unser Lehrer Kanzaki-san ist auch sehr nett und sympatisch und schafft es anscheinend jedem zu mindest ein bisschen Japanisch beizubringen.

Bereits in unserer 2. Stunde gab es eine kleine Wiederholung - es war jedoch zu schaffen :-))

E-Mail: Morgen keine Vorlesungen
Gestern hatten wir überraschend frei uns sind gleich los nach Osaka.. nach Umeda um wieder etwas mehr von der Stadt zu erkunden.Am Nachmittag haben wir uns dann auf den Weg zum Umeda Sky Building gemacht, was bei diesen Menschenmengen nicht immer ganz einfach ist.
Da man uns - auf unerklärliche Weise- irgendwie immer ansieht, dass wir nicht aus Japan stammen, kommen meistens sofort die Leute auf uns zu, wenn sie unsere verzweifelten Gesichter sehen und versuchen uns irgendwie den Weg zu erklären... bis jetzt hats noch immer super geklappt und die Hilfsbereitschaft der Japaner ist wirklich riesig!


Menschenmassen am Weg zur U-Bahn
Mittagessen in einem Japanischen Restaurant